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Lohnt sich Native Advertising für Agenturen und Verlage?

Skepsis gegenüber neuem Werbeformat

Obwohl Native Advertising im letzten Jahr auch in Deutschland angekommen ist, sind viele Agenturen und Verlage noch skeptisch gegenüber diesem neuen Werbeformat. Coskun Tuna soll nun alle Unklarheiten beseitigen. Er ist Geschäftsführer der Seeding Alliance GmbH, und entwickelt und vermarktet hier eine selbst entwickelte Native Advertising Technologie. Herr Tuna verrät im Gespräch, wie Agenturen und Verlage von Native Advertising profitieren können und warum Native Ads eine echte Alternative zu klassischer Bannerwerbung sind.

Derzeit dominiert Display Advertising als klassische Onlinewerbung dem Markt, kann Native Advertising hier überhaupt mithalten?

Coskun Tuna: Bisher dominiert Display Advertising, da es sich schon lange als skalierbares Werbeformat beweisen konnte. Allerdings ist der digitale Raum heute extrem überladen mit Bannerwerbung, sodass die meisten User heute Display Formate bewusst übersehen oder mit Blockern aktiv ausblenden. Beim mobilen Surfen werden Banner noch weniger toleriert.
Display-Advertising ist heute nicht mehr die einzige Möglichkeit, skalierbar Werbung auszuspielen. Mit Native Advertising können Publisher und Advertiser Content skalierbar für verschiedene Formate und Medien distribuieren. Native Advertising rückt hochwertigen Content wieder in den Fokus von Publishern und Advertisern und auch die Nutzer sind weitaus interessierter an Native Ads, als an blinkenden und störenden Bannern. Im Gegensatz zu Display Advertising, wird Native Advertising generell auch nicht von Adblockern gesperrt.
Native Advertising wird also nicht nur mithalten, sondern in den nächsten drei Jahren das Online Marketing nachhaltig verändern.

In welchem Zusammenhang stehen Content Marketing und Native Advertising?

Coskun Tuna: Native Advertising ist die derzeit innovativste Form der Logistik für Content Marketing. Mit der Native Advertising Technologie kann Content zentral, skalierbar, authentisch und detailliert messbar gesteuert werden. Bei Content Marketing handelt es sich also mehr um den Inhalt, wohingegen Native Advertising eine Form der Distribution darstellt.

Welche Vorteile bietet Native Advertising für Agenturen und deren Kunden?

Coskun Tuna: Mit Native Advertising hat der Werbende mehr Raum für Storytelling rund um seine Marke oder Produkt. Hinzu kommt die datengetriebene Ausspielung, um die Zielgruppe treffsicher zu erreichen. Dank vielfältiger Schaltungs- und Distributionstechniken lassen sich mit Native Advertising endlich detaillierte Werte über das Engagement der Kunden ermitteln, wie z.B. die Verweildauer auf Inhalten und das Verhalten gegenüber dem distribuierten Content. Weiterhin ist es mit Native Advertising möglich, Inhalte in mehreren Medien gleichzeitig zu distribuieren. Auch mobile Inhalte können zielgerichtet und angepasst an das Webseitenumfeld ausgeliefert werden.
Mit Native Advertising ist es auch möglich ganze Content-Strecken aufeinanderfolgend auszuliefern. Soll heißen, dass es möglich ist einem Leser den zweiten Teil eines Advertorials anzuzeigen, wenn er zuvor den ersten Teil gelesen hat. Hier finden derzeit große Innovationssprünge in der Technologie statt.

Wie können Verlage von Native Advertising profitieren?

Coskun Tuna:  Da die Zahl der Werbenden im Native Advertising stark zunimmt, werden die Publisher von steigenden Erlösen profitieren.
Die größte Sorge der Verlage war zunächst, dass sie bestehende Display Zonen für native Werbeformate hergeben und eventuell auf laufende Erlöse verzichten müssen. Allerdings befinden sich Native Ads hauptsächlich im Content-Umfeld und konkurrieren nicht mit Display-Flächen. So können sich Verlage an die neuen nativen Formate herantrauen, ohne Umsatzeinbrüche zu erwarten. Neu ist hier, beim sogenannten True Native Advertising, dass der Leser nach dem Klick auf den Teaser das Medium nicht verlässt, sondern den Inhalt im gleichen Medium konsumiert. Dabei werden Native Ads stets sauber als Anzeige gekennzeichnet.

In diesem Jahr veranstalten Sie zum zweiten Mal das Native Ads Camp. Was ist das für eine Veranstaltung und für wen lohnt sich die Teilnahme?

Coskun Tuna: Das Native Ads Camp ist eine Tageskonferenz, die sich um das Thema Native Advertising dreht. Die Gäste erhalten an diesem Tag geballtes Wissen und Informationen über die aktuellen nativen Werbeformate. So gut wie alle relevanten Player im Native Advertising werden anwesend sein und über echte Cases, KPIs, Techniken und Strategien sprechen.
Wir werden, wie im letztes Jahr, eine sehr gute Mischung an Informationen für Publisher, Agenturen, Advertiser und Content Manufakturen haben, sodass es sich für Experten und Neueinsteiger lohnt, mit dabei zu sein.

Jetzt ist Ihre Meinung zu Native Advertising gefragt!

Auch in diesem Jahr führt Seeding Alliance eine Umfrage zum aktuellen Stand von Native Advertising in Deutschland durch, um die Stimmung in der Branche einzufangen. Mitmachen lohnt sich, denn unter allen Teilnehmern werden 5×2 Tickets für das diesjährige Native Ads Camp verlost.

Link zur Umfrage: http://umfragen.seeding-alliance.de/index.php/survey/index/sid/778426/newtest/Y/lang/de


Coskun Tuna

Coskun Tuna

1 Antwort
  1. Dr. Gabriele Frings, Schreibtrainerin says:

    Hallo,

    da ich als Schreibtrainerin auch Berührungspunkte mit dem Thema Werbung/Werbetexte habe, möchte ich hinzufügen, dass im Native Advertising die Nähe der Texte zur mündlichen Sprache sehr wichtig ist. Inwieweit man sich gar der Umgangssprache nähert, ist sicherlich vom Produkt und von der Zielgruppe abhängig. Dazu als Tipp mein Blogartikel:
    http://schreibenundleben.com/das-geheimnis-des-ansprechenden-schreibstils-1/

    Viele Grüße
    Gabriele

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